Die private Vorsorge

Die gesetzlichen Vorsorgemöglichkeiten sind in Anbetracht der Höhe, mit denen Betroffene im Fall einer Erwerbsminderung rechnen können, unzureichend. Einzig die private Vorsorge bietet die Chance, das Einkommen angemessen zu versichern. Dass in diesem Zusammenhang aber selbst die Erwerbsunfähigkeitsversicherung keine Garantie für die optimale Vorsorge darstellt, lässt sich anhand der Anspruchsbedingungen ablesen.

Letzten Endes kommt nur die Berufsunfähigkeitsversicherung in Frage. Wie sollte die Vorsorge in diesem Zusammenhang aber konkret aussehen? Grundsätzlich ist Lebenssituation und damit der Bedarf entscheidend.

Um sich angemessen abzusichern, ist deshalb vor jeder Suche nach passenden Vorsorgeinstrumenten die Bedarfsermittlung entscheidend. Hierzu gehört einerseits der finanzielle Aufwand für die tägliche Lebenshaltung. Aus den Versicherungsleistungen für den Fall des Eintritts der Berufsunfähigkeit müssen sich unter anderem:

  • Miete,
  • Lebensmittel,
  • laufende Kosten zur Mobilität,
  • Versicherungen usw.

decken lassen. Darüber hinaus zählt aber auch zum Bedarf, was zur Tilgung von Darlehen notwendig ist, etwa im Fall einer Baufinanzierung. Zusätzlich tritt an dieser Stelle die Frage in den Raum, wie für das Erreichen der Rentenaltersgrenze vorgesorgt werden kann. Denn die Absicherungsmöglichkeiten gegen das Risiko der Erwerbsminderung erstrecken sich in der Laufzeit regelmäßig nur bis zu diesem Zeitpunkt.

Ø insgesamt Ø teilweise EW1 Ø volle EW2
Männer 617,13 Euro 379,88 Euro 646,14 Euro
Frauen 596,15 Euro 354,10 Euro 631,84 Euro

Vergleich der Rentenzahlbeträge für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in den Rentenzugängen für 2011 (Altersgruppe 49; Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Rentenzugang 2011; Tabellen: 201.01 Z und 201.02 Z)
)1 – ohne knappschaftliche Versicherung
)2 – 5 Jahre Wartezeit

Damit muss die private Vorsorge nicht nur kurzfirstig dem Vorsorgegedanken gerecht werden, sie hat diese Aufgabe auch mittel- bzw. langfristig zu erfüllen.

Hinzu kommt, dass sich im Verlauf der Jahre Veränderungen ergeben können, denen sich die bereits abgeschlossene Vorsorge anpassen muss. Beispielhaft wäre hier die Geburt von Kindern zu nennen. Nachwuchs bedeutet nicht nur mehr Verantwortung, sondern geht regelmäßig auch mit einem höheren finanziellen Bedarf einher. Optimalerweise sind die Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung so ausgestaltet, dass sich die Versicherungsleistungen in solchen Situationen anpassen lassen.

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